Berliner Einheiten eskalieren erneut

Während der Abreise vom heutigen Regionalligaspiel gegen die Hertha BSC, holt die Berliner Polizei erneut zum gewaltsamen Rundumschlag gegen Fans des FC Carl Zeiss Jena aus. Das Drehbuch ist ein altbekanntes.

Nach dem Siegtreffer in der Nachspielzeit, verlassen die mit Reisebussen angereisten Jenaer Fans unter polizeilicher Begleitung das Stadion und gehen geschlossen in Richtung der parkenden Busse. Beim Abziehen der Polizeikette und Verlagerung der Polizeikräfte an die Seite des Gästepulks eskaliert die Situation ebenda und anlasslos in wenigen Augenblicken. Ohne ersichtlichen Grund also – offenbar als erster Akt der Inszenierung – wird der Gäste-Pulk von Teilen der Berliner Polizei kurz vor dem Einsteigen zur Abreise aufgehalten. Es kommt zu einem offenbar unkoordiniertem, willkürlichem Polizeieinsatz: die Beamt:innen pfeffern, knüppeln, treten und prügeln ungehemmt auf die Massen ein. Menschen werden auf den Boden gepresst, andere in die Busse hineingedroschen. Während des unverhältnismäßigen Einsatzes kommt es zu wahllosen Verhaftungen und unnötigen Verletzten. Der Fanbeauftragte des FCC erleidet eine Platzwunde am Hinterkopf sowie damit einhergehenden Gedächtnisverlust und befindet sich im Moment auf dem Weg in die Notaufnahme.

Es werden Erinnerungen an die widerliche Gewalteskalation im April 2023 am Berliner Hauptbahnhof wach: Hauptdarsteller ist wieder die Berliner Polizei, welche inzwischen bereits überregional für ihre ausufernden Gewaltexzesse bekannt ist.

Dabei sind die Rollen absurd verteilt:
Polizist:innen – dem Schutz der Bevölkerung verpflichtet – prügeln auf Menschen aller Altersklassen ein.
Kommunikationsbeamte – für Deeskalation durch Worte verantwortlich – beschimpfen ihre Gegenüber als „Spasten“.
Täter – Polizist:innen, welche physische (Waffen-)Gewalt in einem unangemessenen Maße zur eigenen Freude und Befriedigung anwenden – werden vom Staat geschützt.

Wir fordern:
Hauptdarsteller austauschen – disziplinarische Konsequenzen für Prügelbullen!